Was heisst eigentlich CO2-neutral?

Die sogenannt fossilen Energien (Erdöl und Erdgas) entstanden im Verlaufe der Jahrmillionen aus pflanzlichen Ablagerungen. Die «verflüssigte Biomasse» setzt beim Verbrennen CO2 in die Atmosphäre frei, was zum sogenannten Treibhauseffekt beiträgt.

Fernziel der Energiepolitik wird ein möglichst vollständiger Ersatz der fossilen Brennstoffe durch CO2-neutrale Energieformen wie zum Beispiel Holz sein. Unsere Wirtschaft wird diese Ablösung aber nur über einen längeren Zeitraum verkraften. Kurz- und mittelfristig wird Erdgas und Heizöl zu Heizzwecken eine unabdingbare Option bleiben.

Technologiesprung
Viel effizienter als ein aufwändiger Umstieg ist es, wenn man alte, oft überdimensionierte Heizkessel durch moderne Anlagen ersetzt werden. Die sogenannte Kondensationstechnik, die bei modernen Gas- und Ölkesseln zum Einsatz kommt, bedeutet in Sachen Energieeffizienz einen Technologiesprung. Noch wichtiger ist eine energetische Sanierung unseres Gebäudeparks. Denn durch eine verbesserte Wärmedämmung von Fassaden, Fenster, Türen und Dachböden sowie durch den Einbau von Komfortlüftungsanlagen mit einer Wärmerückgewinnung der Abluft kann der Energiebedarf um ein vielfaches verringert werden.

Diese Energieformen sind CO2-neutral
CO2-neutrale Energieformen sind in der Schweiz Holzenergie und Biomasse, Wasserkraft, Solar- und Windenergie sowie Geothermie. Oft wird auch die Kernenergie als CO2-neutral apostrophiert. Dieser Standpunkt blendet allerdings den CO2-intensive Uranabbau aus. Inwiefern die Wärmepumpe als CO2-neutral gelten kann, hängt von der Zusammensetzung des Stroms ab, der von der Wärmepumpe genutzt wird. Allein in Kombination mit Öko-Strom kann das Prädikat «CO2-neutral» auch für die Wärmepumpe beansprucht werden.